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Distanz |
Höhenmeter |
Dauer |
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Rundweg |
9,7 km |
200 HM |
3 h |








Die Wanderung beginnt im sehenswerten Schlosspark Pöllau. Wir gehen beim Parkcafé vorbei und verlassen die grüne Oase am oberen Ende (rechte Seite) in Richtung Rabenwald. Kurz geht es eine Asphaltstraße entlang (von hier gibt es eine wunderschöne Aussicht auf das Schloss Pöllau sowie auf die Pöllaubergkirche), dann folgen wir dem Wegweiser in Richtung Hinterbrühl.
Wir haben diese Wanderung schon drei Mal gemacht und jedes Mal hatten wir hier wunderbare Erlebnisse. Wir durften Rebhühner beobachten, wie sie Futter suchten, ich hatte einmal eine Tannenmeise vor der Kameralinse (leider unscharf) und Linda fotografierte ein keckes Eichhörnchen, das uns ganz interessiert beobachtete (aufgeregt naschte es dabei eine Nuss).
Hier gibt es einen Schaubienenstock, einen riesigen Wespenkrug (unter Glas), ein Labyrinth und einen erstklassigen Wald-Kinderspielplatz.
Wir wandern zwischen einem steinigen Bachlauf und einem künstlichen Wasserlauf (für eine Mühle) auf einem richtig idyllischen Wegerl zum Ort zurück, wo wir bei der Mühle die Straße erreichen. So. Jetzt sind wir am Punkt der Wanderung angelangt, wo wir bei der ersten Wanderung nicht recht wussten, wie weiter.
Am besten zuerst links abbiegen (nur ein ganz kurzes Stück der Straße), dann gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Richtung Schwimmbad einbiegen. Endlich gelangen wir zum Aupark, wo „Wegelagerer-Enten“ nur darauf warten, Wanderern zu begegnen. Hocherfreut läuft uns eine Junggesellenbande zu – offensichtlich erhoffen sie sich Futter. Da muss ich sie wohl enttäuschen. (Bitte kein Brot füttern, das ist für Enten schädlich!)
Nach dem Park kommen wir an einem Haus vorbei, das eine ganz tolle Filmkulisse für einen Gruselfilm abgeben würde. Überhaupt gibt es in Pöllau interessante Gebäude, ist es ja auch ein sehr alter Ort. Um 1140 erfolgte die Marktgründung durch die Herren von Stubenberg. Es gab hier auch eine Talburg, die durch Wassergräben gesichert war. Anfang des 16. Jahrhunderts zogen Mönche aus Vorau in die alte Wasserburg ein. Allerdings dürften sie befunden haben, dass eine Burg nicht unbedingt standesgemäß sei, daher wurde sie abgerissen. Heute bestaunen wir den wunderbaren barocken Stiftsbau, der nun allerdings Schloss genannt wird (das Stift wurde 1785 unter Kaiser Joseph II. aufgelassen).
Wir haben das Glück, am Tag des Denkmals 2023 einige Führungen im Schloss Pöllau mitzuerleben. Eine etwas gruselige Führung durch Kellerräume und Krypta, eine äußerst informative Führung durch die Schlossräume und eine durch das Museum Echophysics. (Es gibt hier faszinierende Geräte zu bestaunen. Fragt mich nur nicht, wozu genau diese dienten!)
Mein Tipp: Wenn 2024 das Schloss Pöllau wieder beim Tag des Denkmals teilnimmt, unbedingt besuchen!
Leider bin ich jetzt etwas abgeschweift. Also wieder zurück zu unserer Wanderung: Wir verlassen den Ort in Richtung Masenberg, überqueren den Kreisverkehr und streben dem Wald entgegen. Ein lieblicher Pfad leitet uns über den Hang eines Bergwaldes. Gregi und ich überlegen uns, ob wir eine Rast bei einem exponierten Bankerl, hoch über der Straße, einlegen sollen. Die Blätter rund um uns sind sehr üppig, doch erhaschen wir einen schönen Blick auf den Ort und das Stift.
Das Wegerl führt uns wieder runter zur Straße, diese müssen wir überqueren, ebenso die Saifen. Nach der Brücke geht es links weiter. Wir gehen vorbei an seltenen Baumarten, an einem uralten Bildstock und erreichen endlich wieder einen Wald.
Im Haidenwald steht ein Aussichtsturm, der einen tollen Blick auf die benachbarten Baumkronen bietet. Und jedes Mal hoffe ich, dass ich von diesem Turm aus ein tolles Foto von einem Piepmatz aufnehmen kann. Bis jetzt ist mir das noch nicht gelungen.
Auf der weiteren Strecke gibt es allerdings, so man im Spätsommer unterwegs ist, links und rechts des Weges verschiedene wunderbare Pilze und Schwammerl. Ob einige davon auch zu essen sind? Egal, die pittoresken Fliegenpilze halten wenigstens still, wenn ich mit der Kamera anrücke, im Gegensatz zu den gefiederten Genossen, die sich partout nicht fotografieren lassen wollten.
Nun geht der Pfad steil zum Bach runter, über ein Brückerl, dann kommt noch eine schweißtreibende Steigung. Im Obstgarten grast ein Esel und dann kommt die – meines Erachtens – schönste Aussicht der Wanderung. Der Ort Pöllau mit Stift und dahinter die Pöllaubergkirche. Wunderbar!
Nun sind wir nicht mehr zu halten, Gregi und ich. Nur mehr ein kurzes Stückchen, dann haben wir die Konditorei Ebner erreicht. Cappuccino und Torte für Gregi, Kaffee und Vanillekipferl für mich, und für zu Hause einen Lebkuchen.
















